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Jahreshauptversammlung 2019

Auf ein musikalisch wie finanziell gutes und ausgeglichenes Vereinsjahr blickte Vereinsvorsitzender Daniel Botzenhardt in der Jahreshauptversammlung des Musikvereins ROTA Schwendi am Samstag zurück. Kleine Veränderungen gibt es in der Vorstandschaft. Das Gesicht der Vereinsführung wird dabei ab 2019 weiblicher sein: in die erweiterte Vorstandschaft wählte die Versammlung neben Martina Beck, die bereits seit drei Jahren als Teamleiterin Verwaltung aktiv ist, neu Vanessa Aich und Sonja Müller als Beisitzerinnen. Das seit längerem angestrebte Ziel, mehr Frauen in der Vereinsführung zu haben, konnte damit erreicht werden, was Botzenhardt ausdrücklich begrüßte: „Frauen bringen eine andere Sichtweise ein, die uns als Verein sehr gut tun wird.“

Bei der letztjährigen Jahreshauptversammlung hatte Botzenhardt verkündet, dass das Musikheim für private Feierlichkeiten aufgrund des Lärmschutzes nur noch bis 22 Uhr genutzt werden kann. Die Zahl der dieser Veranstaltungen sei daraufhin bedauerlicherweise auf ein Minimum zurückgegangen. „Ich habe den Eindruck, diese Entscheidung hat bei unseren Mitgliedern zu einer Art „Schockstarre“ geführt.“ Für 2019 zeichnet sich aber ab, dass die neuen Rahmenbedingungen von den Nutzern jetzt angenommen werden und wieder mehr Veranstaltungen stattfinden werden. „Das freut uns sehr, denn diese Veranstaltungen tragen auch dazu bei, unser Heim zu finanzieren und zu unterhalten.“, so Botzenhardt.

In seinem Ausblick auf 2019 hob der Vorsitzende vor allem zwei Themen hervor, die die Vereinsorganisation nachhaltig positiv beeinflussen sollen. Der 2018 begonnene Prozess, die aktuellen Teamstrukturen des Vereins zu überprüfen, soll 2019 abgeschlossen werden. Ziel ist es, jedes aktive Mitglied entsprechend seiner Stärken im Verein einzubinden und damit die immer weiter wachsende Aufgabenfülle zu bewältigen. Mit besonderer Spannung erwartet Botzenhardt die Teilnahme des Musikvereins an einem Forschungsprojekt im Rahmen einer Masterarbeit. Im Kern befasst sich die wissenschaftliche Untersuchung mit der Frage, wie sich Menschen motivieren lassen, denen kein finanzieller Anreiz gegeben werden kann. Damit untersuche diese Arbeit genau die Problemstellung, vor denen viele Vereine aktuell stehen. „Am Beispiel unseres Musikvereins wird herausgearbeitet, wie ein Verein den größten personellen und gesellschaftlichen Herausforderungen entgegentreten kann.“, so Botzenhardt, der sich Erkenntnisse von diesem Projekt erhofft, um den Verein nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.

Nach einem Verlust im Vorjahr konnte Kassier Andreas Ott aktuell mit deutlich positiveren Zahlen aufwarten. „Der Verein hat 2018 einen Gewinn von 1.000 Euro erwirtschaftet. Unsere Barmittel erhöhen sich auf ca. 13.000 Euro. Wir stehen damit auf soliden Füßen.“, so der Kassier in seinem Jahresbericht. Haupteinnahmequellen des Musikvereins waren auch in 2018 die Veranstaltungen sowie die zweimal jährlich durchgeführte Altmetallsammlung. Ein Zuschussgeschäft bleibt laut Ott die Jugendausbildung: Die Ausgaben hierfür überstiegen 2018 die Einnahmen aus den Elterngebühren um 3.000 Euro.

Dass diese Investition in den Jugendbereich dennoch richtig angelegt ist, machte Jugendleiter Jan Rudolph deutlich: „Unsere Jugend ist die Zukunft des Vereins.“ 16 Kinder und Jugendliche sind derzeit in Ausbildung, die sich neben ihrer musikalischen Ausbildung auch an mehreren Abenden zu gemeinsamen Aktivitäten getroffen hatten. Positiv entwickelt sich das im vergangenen Jahr neu aktivierte Jugendensemble unter der Leitung von Markus Lau. In 2019 ist geplant, den bisher 14-tägigen Proberhythmus auf einen wöchentlichen umzustellen.

Um den dringend benötigten Nachwuchs noch früher für die Musik zu begeistern, wurde aktuell die Kooperation „Schule und Verein“, die vom Land Baden-Württemberg gefördert wird, mit der Grudschule Schwendi geschlossen. Erstes Projekt wird das Angebot eines Blockflötenunterrichts gemeinsam mit der Musikschule Ruf im Musikheim sein. „Guten Nachwuchs zu gewinnen, ist für uns existenziell wichtig.“, begründete Daniel Botzenhardt diese Maßnahme.

Von 31 Veranstaltungen und öffentlichen Auftritten berichtete Martina Beck als Teamleiterin Verwaltung. Einen Schwerpunkt bildeten aber auch kameradschaftliche Aktivitäten. Besonders erwähnte Beck dabei den zweitätigen Ausflug in die Ortenau zur befreundeten Kapelle aus Kürzell. In den acht Sitzungen der Vereinsvorstandschaft sei vor allem die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung ein Dauerthema gewesen.

Musikalisches Highlight war 2018 zweifelsfrei das Paradekonzert in Ulm vor vielen hundert Besuchern, das sowohl Botzenhardt als auch Dirigent Martin Böhringer besonders erwähnten. Böhringer berichtete darüber hinaus über die im Mai anstehende Wertungsspielteilnahme beim Kreismusikfest in Hohentengen. Erstmals werde der Musikverein Schwendi dabei in der Kategorie „Unterhaltungsmusik“ antreten. Für ihren herausragenden Probenbesuch konnte der musikalische Leiter vier Musikerinnen und Musiker ehren. Andrea Bender und Klaus Bachmann hatten an allen 49 Proben teilgenommen, Peter Botzenhardt erreichte einen Probenbesuch von 92 %, Daniel Botzenhardt von 90 %.

Gleich acht Positionen in der erweiterten Vereinsvorstandschaft standen zur Wahl, die allesamt einstimmig wiederbesetzt werden konnten. Wiedergewählt wurden David Rothmaier (zweiter Vorstand), Martina Beck (Teamleiterin Verwaltung), Frank Högerle (Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit), Peter Botzenhardt (Teamleiter Kameradschaft) und Klaus-Peter Menhard (Kassenprüfer). Neu im Vorstand sind künftig als Beisitzer Oliver Heilmann (für Rainer Segmehl), Vanessa Aich (für Daniel Brack) und Sonja Müller.

Für die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erfolgte, sorgte der stellvertretende Bürgermeister Stephan Miller. Er dankte der ROTA auch für deren Engagement in der Gemeinde und wünschte der Vereinsführung auch für die Zukunft ein gutes Händchen.

v.l.n.r. die gewählten Vorstandsmitglieder: Frank Högerle (Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit), Sonja Müller (Beisitzerin), Martina Beck (Teamleiterin Verwaltung), Oliver Heilmann (Beisitzer), Vanessa Aich (Beisitzerin), Klaus-Peter Menhard (Kassenprüfer), Peter Botzenhardt (Teamleiter Kameradschaft), Vorsitzender Daniel Botzenhardt

Zwei langjährige Musikerinnen geehrt

Die Ehrungen für 15 Jahre aktive Musikertätigkeit verleiht der Musikverein ROTA Schwendi im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Dorothee Beck, als ausgezeichnete Flötistin und Andrea Bender, die nach mehrjähriger Pause 2018 wieder als Klarinettistin eingestiegen ist, konnten die Ehrung aus den Händen von Daniel Botzenhardt entgegennehmen.

Geehrt für guten Probenbesuch und 15-jährige Mitgliedschaft (v.l.n.r.): Peter Botzenhardt, Andrea Bender, Dorothee Beck, Vorstand Daniel Botzenhardt

ROTA trauert um Ehrenmitglied Walter Wipfler

In tiefer Trauer nehmen die aktiven und ehemaligen Musikerinnen und
Musiker des Musikvereins ROTA Schwendi Abschied von ihrem Ehrenmitglied Walter Wipfler.

Seit 1963 hielt Walter Wipfler der ROTA die Treue. Fast drei Jahrzehnte als aktives Mitglied, seit 1987 nach seiner „aktiven“ Laufbahn auch als passives Mitglied. Walter Wipfler hatte dabei keineswegs die „klassische“ Vita eines oberschwäbischen Blasmusikers, sondern er war ganz im Gegenteil vor allem musikalisch gesehen ein echtes Unikum. Als Kontrabassist war Walter Wipfler weit über die Gemeindegrenzen hinaus wahrscheinlich einer der ganz wenigen, wenn nicht gar der einzige, der dieses besondere Instrument in den Reihen einer Amateur-Blaskapelle spielte. Auch über seine musikalische Tätigkeit hinaus war es Walter immer ein großes Anliegen, das zu pflegen, was das Vereinsleben unter Musikern ausmacht: Kameradschaft und ein gutes Miteinander. Unvergessen wird Walter Wipfler in den Reihen der ROTA ganz besonders durch seine „Filmprojekte“ bleiben. Mehr als 20 Mal hat er den historischen Heimatfilm „Erinnerungen an einen Sommertag aus unserem Dorfleben“ vorgeführt. Aufgrund seiner herausragenden Verdienste um den Musikverein ROTA Schwendi wurde Walter Wipfler 2011 zum Ehrenmitglied ernannt.

Er war dabei nie ein Mann, der in den Vordergrund gedrängt hat, sondern jemand, der mit Bescheidenheit und Pflichtbewusstsein seine Aufgaben erfüllte. Auch und ganz besonders deshalb wird er in den Reihen der ROTA als Freund, Förderer und tatkräftiger Unterstützer fehlen.

Der Musikverein ROTA Schwendi wird Walter Wipfler stets in Dankbarkeit und Freundschaft gedenken.

 

Kinderball im Musikheim

Im Musikheim feierten am Fasnetsdienstag nochmal viele kleine und große Mäschgerla den Abschluss der fünften Jahreszeit in Schwendi. Organisiert vom Jugendteam der ROTA um Jugendleiter Jan Rudolph, Martina Neuer, Julia Ströbele und Michaela Beck gab es für die Narren beim Motto "Unterwasserwelt" zwei Stunden Spiel, Spaß und natürlich jede Menge Süßes. Birgit Kugler und Edi Botzenhart sorgten dafür, dass auch die mitgekommenen Eltern und Großeltern mit Kaffee und Kuchen bestens versorgt waren.

Volles Musikheim beim Schnitzelsonntag

Auch die zweite Auflage des Schnitzelsonntag im Musikheim bescherte dem Musikverein ROTA ein volles Haus. Zeitweilig waren alle Plätze im Musikheim belegt. Die Gäste konnten sich ihr Schnitzelmenü selbst zusammenstellen und dabei aus drei Schnitzelsorten, drei Beilagen und drei Arten von Soßen wählen. Für den musikalischen Rahmen in der genau richtigen Lautstärke sorgten zwei kleine Ensembles der ROTA aus Blechbläsern und Klarinetten mit eigens einstudiertem volkstümlichem und modernem Repertoire. 

Ein herzlicher Dank geht an die Kirchengemeinde Schwendi, die im Vorfeld den Schnitzelsonntag im Rahmen des Tags der offenen Tür im neuen Kindergarten mitbeworben hatte.

Volles Haus im Musikheim

Die Namensgeber des Schnitzelsonntags

Das Klarinettenquartett mit schlagkräftiger Unterstützung